FLINTA* KULTUR SALON
Historisch boten die Berliner Salons bedeutende Räume für das intellektuelle und kulturelle Leben außerhalb starrer sozialer, politischer und institutioneller Strukturen. Die Gastgeberinnen, bekannt als Salonièren – überwiegend jüdische Frauen – schufen Begegnungen, in denen sich Künstler*innen, Schriftsteller*innen, Wissenschaftler*innen und politische Denker*innen austauschen konnten, die oft von akademischen und politischen Gremien ausgeschlossen waren. Der Salon war ein Zuhause für Exilierte und Ausgeschlossene – und zugleich ein politischer Akt der Raumschaffung: Er ermöglichte es Menschen, über Klassenzugehörigkeit, Geschlecht, Religion und Identität hinweg gemeinsam zu denken, zu fühlen und zu schaffen.
Der FLINTA* KULTUR SALON setzt sich dafür ein, Berlins Tradition feministischer Salons als radikale Räume der Begegnung, des Widerstands und des kollektiven Wachstums zurückzuerobern und neu zu denken. In vier interdisziplinären und intersektionalen Veranstaltungen 2026 stehen die Stimmen und Werke von FLINTA*-Autor*innen, Poesie-Performer*innen, Dramatiker*innen und Musiker*innen mit Migrationsgeschichte im Mittelpunkt, die in Berlin leben und durch interdisziplinäre, genreübergreifende künstlerische Praktiken, die in Wort und Sprache verwurzelt sind, Themen wie Identität, Entwurzelung, Autonomie und Solidarität verhandeln.
Bevorstehende Veranstaltungen 2026

FLINTA* KULTUR SALON #3
Datum: 20. September 2026, 20:00 Uhr
Ort: Lettrétage, Veteranenstr. 21, 10119 Berlin
Eintritt: frei
Sprache der Veranstaltung: mehrere Sprachen
Teilnehmende: Roxana Safarabadi, Sue Koppel, Edith Steyer, and Jasmin Namondo
Moderation: tba
Fokus und Themen: Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen soziale Unterstützungssysteme wie selbstgewählte Familien, Gemeinschaften und Netzwerke. Dabei wird die kollektive soziale und künstlerische Kraft durch Lieder, Essays und Gedichte hervorgehoben, die größtenteils in Zusammenarbeit mit dem Publikum entstehen. Zu den zentralen Fragen gehören: Welche Formen feministischer Verbundenheit entstehen, wenn Künstler*innen und Publikum gemeinsam etwas schaffen? Wie können künstlerische Formen wie Spoken Word und Musik dazu beitragen, psychische Erkrankungen zu entstigmatisieren, medizinische Vernachlässigung anzusprechen, persönliche Geschichten und kollektive Selbstermächtigung zu thematisieren und Heilung zu einer gemeinschaftlichen Erfahrung zu machen?
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Sue Koppel (Ecuador) ist künstlerisch tätig im Spannungsfeld von physischem Theater, Improvisation, Regiearbeit, kultureller Bildung und mehrsprachiger Theaterpädagogik. Sie verbindet somatische Praktiken und interdisziplinäre Formate mit sozial engagierter Vermittlung. Sie lebt in Berlin.

Jasmin Namondo (Deutschland) verbindet in ihrer künstlerischen Arbeit Poesie, Spoken Word und Community-Organisation. Mit einem Abschluss in Psychologie (B.Sc.) und einem laufenden Master in Management (M.Sc.) schafft sie Räume für marginalisierte Stimmen, besonders BPoC. Ihre Performances fanden seit 2019 in Städten wie Amsterdam, Frankfurt und Köln statt. 2025 folgt ihre erste Einzelausstellung Voices of Self. Sie wird 2026 im Rahmen ihrer künstlerischen Projekte in Berlin arbeiten.

Roxana Safarabadi (Deutschland) schreibt Prosa und Lyrik. Sie studierte Schauspiel in Hamburg und arbeitet seitdem freiberuflich für Theater, Film und Fernsehen – u. a. am Nationaltheater Weimar, Thalia Theater Hamburg, Theater Bonn und Kampnagel. Neben ihrer schauspielerischen Tätigkeit ist sie Mitbegründerin der REMISE – interdisciplinary lab for art and research in Hamburg und war Teil der Redaktion von DRAMA – Magazin für szenische Literatur. Sie lebt in Berlin.

Edith Steyer (Deutschland) lebt in Berlin und arbeitet als Saxophonistin, Klarinettistin und Komponistin an der Schnittstelle von komponierter und frei improvisierter Musik, Klangkunst sowie Neuer und ethnischer Musik. Sie studierte Ethnologie an der LMU München sowie Saxophon am Bruckner-Konservatorium in Linz, Österreich (Abschluss 1994). Neben ihrer Tätigkeit als Solokünstlerin ist sie in zahlreichen Ensembles aktiv und organisiert regelmäßig interdisziplinäre Events.

FLINTA* KULTUR SALON #4
Datum: 25. Oktober 2026, 20:00 Uhr
Ort: Lettrétage, Veteranenstr. 21, 10119 Berlin
Eintritt: frei
Sprache der Veranstaltung: mehrere Sprachen
Teilnehmende: Janina Agnes Baakes, Anja Demidova, Sasha Andjelo, Marina Kurochka, Maria Bitti, und Sarina Panahideh
Moderation: tba
Fokus und Themen: Die Abschlussveranstaltung zelebriert die Schnittstellen zwischen sozialem Aktivismus und künstlerischem Ausdruck. Sie präsentiert Werke vor dem Hintergrund von Exil, Rassismus, Diktatur und Hierarchien, umgesetzt durch zeitgenössisches experimentelles Theater und Spoken-Word-Klanglandschaften, die zur
Teilnahme einladen. Die Performances führen das Publikum durch fragmentarische, autofiktionale und hybride Formen, die alltägliche Beobachtungen, Fürsorge, Wut und feministische Vorstellungskraft miteinander verbinden. Perspektiven von Müttern, berufstätigen Töchtern, Pflegekräften und queeren Identitäten werden beleuchtet, um strukturelle Gewalt, emotionale Erschöpfung, Begehren und weibliche Wut zu untersuchen. Die Werke oszillieren zwischen Tagebuch, innerem Monolog, Spoken Word und körperlichem Text, angereichert durch Stimme, Klanglandschaften und performative Elemente, die das Publikum zur aktiven Teilnahme einladen und damit den Schwerpunkt der Veranstaltung auf kollektives Schaffen, Solidarität und transformatives künstlerisches Engagement verkörpern. Zu den zentralen Fragen gehören: Wie treiben queere und feministische Führungspraktiken positive gesellschaftspolitische Veränderungen und Umstrukturierungen voran? Wie kommen Themen wie „Frauen und Sicherheit“ – mit Schwerpunkt auf häuslicher Gewalt – sowie „Frauen und Wirtschaft“ im Zusammenhang mit den Herausforderungen des künstlerischen Unternehmertums ins Spiel?
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Janina Agnes Baakes (Ostberlin) lebt in Berlin in lesbischer Partnerschaft, spielt seit 2018 in der ZDF-Serie SOKO Stuttgart und absolviert die Autor*innenausbildung am Schreibhain. 2023 wurde sie mit dem Programm „Diverses Erzählen“ (DFFB/Serial Eyes) gefördert. Ihre Texte verbinden Care-Arbeit, Klasse, Körper sowie queer-feministische Wut und Humor. In ihrem Spoken-Word-Stück „Mum am Tag – Gangster bei Nacht“ wird das nächtliche Gangster-Sein zur Überlebensform: tags Fürsorge, nachts Rebellion – ein Coping zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit.

Sarina Panahideh (Iran) setzt sich intensiv mit Themen wie Identität, Widerstand und den Rechten von Frauen auseinander. Durch eine kraftvolle Verbindung von Bewegung und Performance schafft sie berührende Werke, die persönliche Erfahrungen mit politischen Realitäten verknüpfen. Ihre Stücke wurden bereits auf verschiedenen Bühnen in Europa präsentiert und zeichnen sich durch ihre radikale Körperlichkeit und gesellschaftspolitische Dringlichkeit aus. Ihre Arbeiten wurden unter anderem bei BBC, ARTE, DW und weiteren Sendern präsentiert.

Marina Kurochka (Ukraine) absolvierte ihre Ausbildung im Bereich Schauspiel an der L.Utesov KMAECM im Fach Pantomime sowie an der renommierten Schauspielschule GITIS in der Werkstatt von V.A. Andreeva. Während ihres Studiums arbeitete sie am Kyiver Zirkus. Nach ihrem Abschluss 2020 arbeitete sie am Theater und war auch im Film tätig. Sie singt, spielt Schlagzeug, tanzt und unterrichtet Schauspiel sowie Bühnensprache für Kinder und Jugendliche. Aufgrund des Kriegs lebt sie derzeit in Berlin, wo sie in der Inszenierung „The Run Refugee Rave“ unter der Regie von Anja Demidova mitwirkt und außerdem im Galli Theater Berlin spielt.

Anja Demidova (Russland) ist Theaterregisseurin und Produzentin mit klassischer Schauspielausbildung in Russland sowie zusätzlicher Ausbildung bei Jan Fabre (Troubleyn) und Odin Theater mit Schwerpunkt auf physischem Theater und Tanz. 2018 gründete sie die unabhängige Theatercompagnie Urban Forest Echo. Aufgrund ihres Engagements gegen den Krieg und staatlicher Verfolgung nach Russlands Invasion in der Ukraine lebt sie im Exil in Berlin. Dort gründete sie Can.Act e.V., einen gemeinnützigen Verein, der Kunst- und Kulturdialog fördert und Künstler*innen in schwierigen Situationen unterstützt. Ihre internationale Erfahrung prägt ihre künstlerische Arbeit, die in Russland, Rumänien, Österreich und Deutschland, u.a. an der Volksbühne und im HAU Berlin, gezeigt wurde.

Maria Bitti (Russland) lebt im Exil in Berlin seit 2023 und ist Gründerin des Wondering Theater – einem Theater für Kinder und Erwachsene, das durch Wärme, Humor und eine familiäre Atmosphäre begeistert. Ihre Arbeiten verbinden fantasievolles Erzählen mit liebevoll gestalteten Räumen und bekannten Geschichten, neu interpretiert.

Sasha Andjelo (Russland) lebt und arbeitet in Berlin im Exil. Mit klassischer Ausbildung in Violine und einer Faszination für Retro-Synthesizer bewegt er sich stilistisch zwischen Post-Punk, New Wave und elektronischer Musik. Als Frontmann der Band Behavior Model erschafft er melancholisch-düstere Klanglandschaften und erforscht die emotionale Wirkung von Sound jenseits klassischer Songstrukturen. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitet er mit Licht und Ton, organisiert Konzerte und Festivals und betreibt ein unabhängiges Musiklabel, über das er Künstler:innen veröffentlicht, die infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine in ihren Herkunftsländern keine Förderung oder Auftrittsmöglichkeiten mehr erhalten.

Mikhail Poliakov (Russland) begann Michail im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen. Nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine legte Michail alle künstlerischen Projekte auf Eis. Vor seiner Ausreise nach Deutschland im Sommer 2022 arbeitete er als Koch. In Hamburg und Berlin beteiligte er sich an Antikriegs- und anderen sozial engagierten Theaterprojekten. Im letzten Jahr arbeitete er mit Kirill Serebrennikov u. a. an der Komischen Oper Berlin, dem Düsseldorfer Schauspielhaus und weiteren.
Vergangene Veranstaltungen 2026

FLINTA* KULTUR SALON #1
Datum: 26. April 2026, 20:00 Uhr
Ort: Lettrétage, Veteranenstr. 21, 10119 Berlin
Eintritt: frei
Sprache der Veranstaltung: mehrere Sprachen
Teilnehmende: Marjan Sareh, Elsa Cailletaud, Flora Karetka, Ruoming Zhao, Zeynep Cekinmez
Moderation: Ioana Cristina Casapu
Fokus und Themen: Dieser Abend untersucht den postfeministischen weiblichen Blick als Ort der Reibung und zeigt, wie geschlechtsspezifische Sichtweisen durch künstlerischen Ausdruck aufgelöst, umgelenkt oder als Widerstand genutzt werden können. Alle Beiträge beschäftigen sich mit Fragen der Verkörperung, Stimme und Sichtbarkeit über Genres und Disziplinen hinweg: von Performance und Klang bis hin zu visuellen Erzählungen und hybriden Textformen. Was wird durch einen weiblichen oder queeren Blick sichtbar oder sogar aussprechbar? Können poetische oder performative Formen die Hierarchie zwischen Subjekt und Objekt, Beobachter und Beobachtetem aufbrechen? Wie werden Begehren, Verletzlichkeit oder Erotik neu verhandelt, wenn sie von denen zurückerobert werden, die historisch objektiviert wurden?
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Marjan Sareh (Iran) ist eine transdisziplinäre Künstlerin, deren Praxis an der Schnittstelle von Fiktion, Mythologie und kulturellem Gedächtnis angesiedelt ist. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Fragen von migrantischer Identität, weiblicher Perspektive und transkultureller Narration. Ihre Ausbildung absolvierte sie am renommierten Karnameh Art Institute in Teheran, wo sie unter anderem von Majid Barzegar und Shahram Mokri unterrichtet wurde. Dort vertiefte sie ihr Wissen in Drehbuch, Regie und visueller Erzählkunst. Seit ihrer Übersiedlung nach Deutschland beschäftigt sich Sareh in ihrer künstlerischen Praxis mit neuen Formen kollektiver Erinnerung und Zugehörigkeit. Derzeit lebt sie in Berlin und studiert Heritage Studies im Masterstudiengang..

Elsa Cailletaud (Frankreich) ist eine multidisziplinäre Künstler*in mit Schwerpunkt auf darstellender Kunst. Ihre Arbeit erforscht die Wechselwirkungen zwischen Körper und Raum und beschäftigt sich sowohl mit individueller Wahrnehmung als auch mit kollektiven Dynamiken. Sie schafft Performances, Fotografien, Installationen, Texte und Klangarbeiten.
Flora Karetka (Ungarn) ist Absolventin der Hochschule Luzern – Musik. Als Künstlerin mit einem breiten Interesse an Musik von der Barockzeit bis zur Gegenwart ist sie in der Musikvermittlung sowie in verschiedenen Kammermusikensembles aktiv. Derzeit absolviert sie ein Masterstudium in Contemporary Arts Practice an der Hochschule der Künste Bern, wo sie neue Klangwelten und interdisziplinäre Praktiken erforscht. Sie wird 2026 im Rahmen ihrer künstlerischen Projekte in Berlin arbeiten.

Ruoming Zhao (China) ist eine multidisziplinäre Künstlerin mit Sitz in Berlin, deren Arbeit sich auf die Transzendenz von Bedeutung in Zuständen der Unbestimmtheit und Silence konzentriert. Sie untersucht die Beziehungen zwischen Weiblichkeit, Materialität und sozialer Struktur durch die Vorstellung von Alltag, Liebe, Tod, Erinnerung und Verletzlichkeit in einer miteinander verflochtenen Realität. Im Jahr 2025 wurde sie für das „Conditions – Alternative Art Education Program” ausgewählt.

Zeynep Cekinmez (Türkiye) ist Alevi-türkische Dichterin. Sie studiert im Master English Studies an der Freien Universität Berlin. In ihrer Masterarbeit befasst sie sich mit dem Thema „Refugee Motherhood“ in der Lyrik von Ocean Vuong. Ihre Gedichte thematisieren sexualisierte Gewalt, Migration, intergenerationale Traumata, Panik- und Angststörungen, Solidarität und Freundschaft.
Fotos: Natalia Reich

FLINTA* KULTUR SALON #2
Datum: 31. Mai 2026, 20:00 Uhr
Ort: Lettrétage, Veteranenstr. 21, 10119 Berlin
Eintritt: frei
Sprache der Veranstaltung: mehrere Sprachen
Teilnehmende: Victoria Hohmann, Meri Koivisto, Ana Rocío Jouli, and Julieta Rollhaiser, Ieva Lielā, and Cecilia Nercasseau Gibson
Moderation: Celina Basra
Fokus und Themen: Diese Veranstaltung konzentriert sich auf transgenerationale Traumata, psychische Gesundheit und die Suche nach Zugehörigkeit aus queer-feministischer und postmigrantischer Perspektive. Poetische Experimente und hybride Formate (Text, Bild, Ton, Performance) werden eingesetzt, um alternative Narrative und veränderte Bewusstseinszustände durch ländliche Vorstellungswelten, Beziehungen zwischen verschiedenen Spezies und Anthroposophie zu erforschen. Zentrale Fragen sind: Wie prägen Trauma, Körpergedächtnis und Entfremdung die poetische Stimme und Form? Wie können Sprache, Klang und Bild unaussprechliche oder nicht-lineare Erfahrungen als therapeutische Interventionen vermitteln? Welche Allianzen und Solidaritäten entstehen über Arten, Grenzen und Psychogeografien hinweg?
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Seit vielen Jahren lebt und arbeitet Meri Koivisto (Finnland) in Deutschland. Ihre Karriere umfasst zahlreiche Rollen in Film- und Fernsehproduktionen im deutschsprachigen Raum, darunter Haupt- und Nebenrollen in Serien wie Schloss Einstein, Tatort, Großstadtrevier und SOKO Wismar. Neben ihrer Arbeit vor der Kamera ist sie auch auf Theaterbühnen aktiv. Ihre Präsenz zeichnet sich durch Vielseitigkeit, nordische Klarheit und einen subtilen, humorvollen Ausdruck aus.

Victoria Hohmann (Deutschland) ist Autorin, Textkünstlerin und performt als Mutter einer Tochter täglich den Care-Spagat zwischen Kunst & Kind. Sie begreift Schreiben als Aktivismus, beschäftigt sich mit Sprachkunst, der Performativität von Text, mit Publishing als künstlerischer Disziplin. Seit 2024 betreibt sie Offbeat-Publishing für experimentelle Texte. Dort erschienen auch ihre Langgedichte „Potenz.“ und neu aufgelegt „Der Frau“ (2025). Ihr Romandebüt „Lautgemalte Nacht“ erschien im April 2026 im Literaturverlag Schruf & Stipetic. Sie lebt in Berlin..

Ana Rocío Jouli (Argentinien) ist eine argentinische Dichterin, Performerin, Forscherin und Kuratorin. In ihrer Arbeit erforscht sie die Möglichkeiten poetischer Sprache in verschiedenen Formaten wie Poesiefilm und Lecture-Performance, die die Grenzen zwischen Kunst und Wissenschaft hinterfragen. Derzeit ist sie Postdoktorandin am Exzellenzcluster „Temporal Communities“ der Freien Universität Berlin, wo sie das transdisziplinäre Projekt Activation Lab: Rewriting the Archive koordiniert. Das Lab untersucht, wie Archive durch erweiterte Schreibpraktiken und künstlerische Zugänge neu gelesen und aktiviert werden können.

Julieta Rollhaiser (Argentinien) studierte Grafikdesign und Fotografie an der Escuela de Artes Aplicadas Lino Enea Spilimbergo der Provinzuniversität Córdoba. In ihrer aktuellen Arbeit konzentriert sie sich auf Kinderbücher und Graphic Novels, in denen sie fantastische Elemente mit persönlichen Erzählungen über Migration, Zugehörigkeit und imaginierte Welten verbindet. Sie lebt in Berlin.

IEVA ist eine Lettische Künstlerin, die interdisziplinär in verschiedenen Kunst-, Kultur- sowie sozialen und therapeutischen Kontexten arbeitet. Mit Unterstützung des Max von Sydow-Stipendiums studierte sie Film in Dänemark und begann ihre Karriere als Filmemacherin. 2005 kam sie als Teilnehmerin des Berlinale Talent Campus nach Berlin, wo sie ihre künstlerische Arbeit fortsetzte. Das kreative Umfeld der Stadt inspirierte sie dazu, Schauspiel, Schreiben, Malerei, Tanz und Gesang in ihre Praxis zu integrieren.
Cecilia Pez (Chile) ist eine multidisziplinäre Künstlerin und Performerin mit einem Hintergrund in Architektur und autodidaktischer Musik. Sie erforscht Kunst durch Klang und Skulptur. Mit einem DAAD-Stipendium absolvierte sie einen Master of Arts in Theater- und Raumgestaltung. Cecilia hat als Performerin an verschiedenen Projekten mitgewirkt, darunter die „Copula Series“ beim Hacklab CTM Festival. Derzeit arbeitet sie mit Ute Wassermann im „Voice X“-Ensemble zusammen und kooperiert mit Edgardo Rudnitzky im Projekt „Topography of Sounds“. Seit 2016 ist sie mit ihrem Musikprojekt Badecima aktiv.
Fotos: Natalia Reich



































