FLINTA* KULTUR SALON

Historisch boten die Berliner Salons bedeutende Räume für das intellektuelle und kulturelle Leben außerhalb starrer sozialer, politischer und institutioneller Strukturen. Die Gastgeberinnen, bekannt als Salonièren – überwiegend jüdische Frauen – schufen Begegnungen, in denen sich Künstler*innen, Schriftsteller*innen, Wissenschaftler*innen und politische Denker*innen austauschen konnten, die oft von akademischen und politischen Gremien ausgeschlossen waren. Der Salon war ein Zuhause für Exilierte und Ausgeschlossene – und zugleich ein politischer Akt der Raumschaffung: Er ermöglichte es Menschen, über Klassenzugehörigkeit, Geschlecht, Religion und Identität hinweg gemeinsam zu denken, zu fühlen und zu schaffen.

Der FLINTA* KULTUR SALON setzt sich dafür ein, Berlins Tradition feministischer Salons als radikale Räume der Begegnung, des Widerstands und des kollektiven Wachstums zurückzuerobern und neu zu denken. In vier interdisziplinären und intersektionalen Veranstaltungen 2026 stehen die Stimmen und Werke von FLINTA*-Autor*innen, Poesie-Performer*innen, Dramatiker*innen und Musiker*innen mit Migrationsgeschichte im Mittelpunkt, die in Berlin leben und durch interdisziplinäre, genreübergreifende künstlerische Praktiken, die in Wort und Sprache verwurzelt sind, Themen wie Identität, Entwurzelung, Autonomie und Solidarität verhandeln.

Veranstaltungen 2026

FLINTA* KULTUR SALON April

Datum: 26. April 2026, 20:00 Uhr

Ort: Lettrétage, Veteranenstr. 21, 10119 Berlin

Eintritt: frei

Sprache der Veranstaltung: mehrere Sprachen

Teilnehmende: Marjan Sareh, Elsa Cailletaud, Flora Karetka, Ruoming Zhao, Zeynep Cekinmez

Moderation: Ioana Cristina Casapu

Fokus und Themen: Dieser Abend untersucht den postfeministischen weiblichen Blick als Ort der Reibung und zeigt, wie geschlechtsspezifische Sichtweisen durch künstlerischen Ausdruck aufgelöst, umgelenkt oder als Widerstand genutzt werden können. Alle Beiträge beschäftigen sich mit Fragen der Verkörperung, Stimme und Sichtbarkeit über Genres und Disziplinen hinweg: von Performance und Klang bis hin zu visuellen Erzählungen und hybriden Textformen. Was wird durch einen weiblichen oder queeren Blick sichtbar oder sogar aussprechbar? Können poetische oder performative Formen die Hierarchie zwischen Subjekt und Objekt, Beobachter und Beobachtetem aufbrechen? Wie werden Begehren, Verletzlichkeit oder Erotik neu verhandelt, wenn sie von denen zurückerobert werden, die historisch objektiviert wurden?

Entdecken Sie unsere Künstler*innen

Marjan Sareh
Elsa Cailletaud & Flora Karetka

Elsa Cailletaud (Frankreich) ist eine multidisziplinäre Künstler*in mit Schwerpunkt auf darstellender Kunst. Ihre Arbeit erforscht die Wechselwirkungen zwischen Körper und Raum und beschäftigt sich sowohl mit individueller Wahrnehmung als auch mit kollektiven Dynamiken. Sie schafft Performances, Fotografien, Installationen, Texte und Klangarbeiten.

Flora Karetka (Ungarn) ist Absolventin der Hochschule Luzern – Musik. Als Künstlerin mit einem breiten Interesse an Musik von der Barockzeit bis zur Gegenwart ist sie in der Musikvermittlung sowie in verschiedenen Kammermusikensembles aktiv. Derzeit absolviert sie ein Masterstudium in Contemporary Arts Practice an der Hochschule der Künste Bern, wo sie neue Klangwelten und interdisziplinäre Praktiken erforscht. Sie wird 2026 im Rahmen ihrer künstlerischen Projekte in Berlin arbeiten.

Ruoming Zhao
Zeynep Cekinmez

Zeynep Cekinmez (Türkiye) ist Alevi-türkische Dichterin. Sie studiert im Master English Studies an der Freien Universität Berlin. In ihrer Masterarbeit befasst sie sich mit dem Thema „Refugee Motherhood“ in der Lyrik von Ocean Vuong. Ihre Gedichte thematisieren sexualisierte Gewalt, Migration, intergenerationale Traumata, Panik- und Angststörungen, Solidarität und Freundschaft.


FLINTA* KULTUR SALON Mai

Datum: 31. Mai 2026, 20:00 Uhr

Ort: Lettrétage, Veteranenstr. 21, 10119 Berlin

Eintritt: frei

Sprache der Veranstaltung: mehrere Sprachen

Teilnehmende: Victoria Hohmann, Meri Koivisto, Ana Rocío Jouli, and Julieta Rollhaiser, Ieva Lielā, and Cecilia Nercasseau Gibson

Moderation: Celina Basra

Fokus und Themen: Diese Veranstaltung konzentriert sich auf transgenerationale Traumata, psychische Gesundheit und die Suche nach Zugehörigkeit aus queer-feministischer und postmigrantischer Perspektive. Poetische Experimente und hybride Formate (Text, Bild, Ton, Performance) werden eingesetzt, um alternative Narrative und veränderte Bewusstseinszustände durch ländliche Vorstellungswelten, Beziehungen zwischen verschiedenen Spezies und Anthroposophie zu erforschen. Zentrale Fragen sind: Wie prägen Trauma, Körpergedächtnis und Entfremdung die poetische Stimme und Form? Wie können Sprache, Klang und Bild unaussprechliche oder nicht-lineare Erfahrungen als therapeutische Interventionen vermitteln? Welche Allianzen und Solidaritäten entstehen über Arten, Grenzen und Psychogeografien hinweg?

Entdecken Sie unsere Künstler*innen

Meri Koivisto
Victoria Hohmann

Victoria Hohmann (Deutschland) ist Autorin, Textkünstlerin und performt als Mutter einer Tochter täglich den Care-Spagat zwischen Kunst & Kind. Sie begreift Schreiben als Aktivismus, beschäftigt sich mit Sprachkunst, der Performativität von Text, mit Publishing als künstlerischer Disziplin. Seit 2024 betreibt sie Offbeat-Publishing für experimentelle Texte. Dort erschienen auch ihre Langgedichte „Potenz.“ und neu aufgelegt „Der Frau“ (2025). Ihr Romandebüt „Lautgemalte Nacht“ erschien im April 2026 im Literaturverlag Schruf & Stipetic. Sie lebt in Berlin..

Ana Rocío Jouli
Julieta Rollhaiser

Julieta Rollhaiser (Argentinien) studierte Grafikdesign und Fotografie an der Escuela de Artes Aplicadas Lino Enea Spilimbergo der Provinzuniversität Córdoba. In ihrer aktuellen Arbeit konzentriert sie sich auf Kinderbücher und Graphic Novels, in denen sie fantastische Elemente mit persönlichen Erzählungen über Migration, Zugehörigkeit und imaginierte Welten verbindet. Sie lebt in Berlin.

Cecilia Pez (Chile) ist eine multidisziplinäre Künstlerin und Performerin mit einem Hintergrund in Architektur und autodidaktischer Musik. Sie erforscht Kunst durch Klang und Skulptur. Mit einem DAAD-Stipendium absolvierte sie einen Master of Arts in Theater- und Raumgestaltung. Cecilia hat als Performerin an verschiedenen Projekten mitgewirkt, darunter die „Copula Series“ beim Hacklab CTM Festival. Derzeit arbeitet sie mit Ute Wassermann im „Voice X“-Ensemble zusammen und kooperiert mit Edgardo Rudnitzky im Projekt „Topography of Sounds“. Seit 2016 ist sie mit ihrem Musikprojekt Badecima aktiv.

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